Schlagwortarchiv für: Neuorientierung

Werte prägen uns. Im Bewerten. In unserem Denken, Handeln und Fühlen. Das gilt auch bei der Reflektion. Im Rückblick. Und im Ausblick. Am Anfang eines Jahres …

Wir stehen schon bald am Anfang … Zumindest am Anfang eines neuen Jahres. Oder sogar an einer neuen Weichenstellung? Beruflich oder privat? Fakt ist: Am Anfang eines Jahres steigen die Anfragen bei beruflichen Webplattformen im Internet an. Genau in dieser Zeit möchten sich viele Menschen beruflich neu orientieren. Ruhe, das Ende einer Zeitepoche, lässt Untergründiges aufkommen.

Weihnachten, die Altjahreswoche – sie geben uns Zeit, nachzudenken. Vergangenes zu reflektieren.

So können wir uns voll und ganz auf Neues konzentrieren. Je mehr Last, desto mehr greift die Handbremse, desto mehr Energieaufwand. Sogar für ein reduziertes Tempo. Aufräumen, Ordnen, stehen lassen, verabschieden. Neuorientierung setzt Energie frei und schafft neue Perspektiven.

Wertvoll bleiben, Persönlichkeit entwickeln. Mit Reflexion Kompetenzen aufdecken.

365 Tage hinterlassen Spuren. Wir sind viele Wege gegangen. Die einen «erfolgreich», andere anders… Unser Gefühl, versagt zu haben, ist meistens stärker als die Wirklichkeit ist. Mit einer durch einen Coach begleiteten Reflexion kann Bisheriges ins rechte Licht gerückt werden. Zum Beispiel, dass Fehler immer aus einer Summe bestehen und andere auch daran beteiligt waren. Dass wir selbst ohne Leistung 100 % wertvoll bleiben und vieles zu 90 % richtig machen. Reflexion hat das Ziel, auf Schuldzuweisung zu verzichten und aus Bisherigem zu lernen, sprich Verbesserungen anzustreben.

Was hinter uns liegt, in Kompetenzen umwandeln, damit das, was vor uns liegt, positiv beeinflusst werden kann.

Das ist eine Frage der Sichtweise. Der inneren Einstellung. Der Mitarbeiterführung und der Bereitschaft, sich führen zu lassen.

Leadership: Das Gegenüber verstehen

Welche Werte haben wir? Sie sind die Grundlage für sämtliche Bewertungen. Für unsere eigene. Oder für die unserer Mitmenschen. Sind Mitarbeiter Mittel zum Zweck oder Menschen mit Begabungen, die es zu fördern gilt, damit sie sich, zum Wohle aller, weiterentwickeln können? Werte. Sie prägen unser Denken, Handeln und Fühlen. Auf die 10besten.ch bin ich auf eine, wie ich es nenne, Werte-Webseite gestossen. Die oft als konservativ empfundenen 10 Gebote verständlich ins Heute übersetzt. Geht das? Auf die 10besten.ch fällt mir ein Interview mit dem Unternehmensberater und Autor Thomas D. Zweifel auf. «Leadership: Das Gegenüber verstehen». In dem Sinn also genau mein Thema. Was Führungskräfte von den 10 Grundwerten der Bibel lernen können, beschreibt er in seinem Buch «Der Rabbi und der CEO». Im Interview versteht er es vortrefflich, die Lebensregeln von der jüdisch-christlichen Kultur in die heutige Zeit zu transformieren. ZWEIFEL-frei, dass diese für Privatpersonen genauso «erfolgversprechend» sind wie für die Wirtschaft.

Am Anfang eines Jahres – Neuorientierung in Beruf und Leben. Und zu welchem Schluss, bzw. Anfang kommen Sie?

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

 

Sich beruflich neu orientieren? Gerne. Ja! Aber mit möglichst wenig Risiken. Denn was man hat, das hat man. Es ist sichtbar. Begreifbar. Alles Neue muss zuerst erarbeitet werden. Wirklich? Die Risiken einer beruflichen Neuorientierung unter der Lupe.

Überwindung im Job / Beruf

Lassen Sie sich zuerst ein wenig provozieren! Die meisten von uns haben einen Job, der uns entweder fasziniert und den wir mit Überzeugung ausüben, oder der uns zumindest den Lebensunterhalt sichert. Motivation und Entmutigung liegen manchmal nahe beieinander. Demotivation nimmt uns mehr Kraft, als uns bewusst ist. Manchmal holen wir uns die Motivation und Kraft darum über Hobbies oder Beziehungen. Dem ist nichts entgegenzusetzen. Zumindest temporär. Die Einstellung «Hauptsache man hat Geld und kann davon leben» kann aber zu einem Bumerang werden. Auf die Dauer sinkt die Arbeitsleistung – die Demotivation steigt und kann zur unüberwindbaren Mauer werden. Diese «Lähmung» fällt auch dem Arbeitgeber auf.

Von der Standortbestimmung bis hin zu «Stell dir vor …»

Mit bewusstem Hinsehen verliert man nichts. Zudem wäre es doch spannend, mal neue Perspektiven zu entdecken. Eine Offerte ist ja noch kein Kaufabschluss. Der erste Schritt: Eine Analyse, was bisher geschah. Aufdecken und Erfassen von Kompetenzen. Von Hard- und Softskills. Sammeln. Querdenken. So könnte eine Standortbestimmung aussehen. Bis hier hin haben Sie kein Risiko. Eine Analyse verpflichtet Sie nicht zum Handeln. Und nun? Reifen lassen. Daraus Möglichkeiten erahnen. In Gedanken einmal weitere Schritte zulassen. Vielleicht sogar den ersten ganz konkret wagen? Ohne vom bisherigen Job oder Beruf loszulassen. Nur mal reinschnuppern in die neue Möglichkeiten. Auf sein Inneres hören und seine Gefühle zulassen. Stell dir vor …

Und die Risiken / Herausforderungen?

Innere Blockaden wollen wahr- und ernstgenommen werden. Welche Risiken kennen wir, welche sind latent vorhanden? Im bisherigen Job und Beruf? Im möglichen neuen? Hier eine kleine Liste:

  • Strukturveränderungen: Stellen werden wegrationalisiert.
  • Andere Vorgesetzte: Die Chemie zwischen Mitarbeiter und neuen Vorgesetzten stimmt nicht mehr.
  • Technische Veränderungen: Teile Ihrer Arbeit werden durch Maschinen oder Software ersetzt.
  • Konkurrenz durch Mitbewerber aus dem Ausland.
  • Teilbereiche werden nicht mehr weiter geführt.
  • Dauerhafte Über- und Unterforderung führen in eine langfristige Krankheit.
  • Gesetzliche Veränderungen. Beispiel: Hundeschulen, die plötzlich nicht mehr obligatorisch sind.

Kernfrage: Was kann ich positiv beeinflussen?

Einen Job/einen Beruf zu finden, in dem es keine Veränderungen gibt, ist unmöglich. Ob man im bisherigen Job bleibt oder eine Neuorientierung wagt – beides birgt Risiken. Die Frage ist darum letztendlich:

Worauf kann ich selbst Einfluss nehmen? Wo kann ich etwas bewegen und bin nicht nur ausgeliefert?

Selbst etwas bewegen zu können anstatt Marionette zu sein, steigert die Motivation. Steigert die Lust auf mehr. Herausforderungen sind letztendlich auch Chancen für Kompetenzerweiterungen. Kompetenzerweiterungen sind wertvolle Argumente um einen Traumjob zu erhalten.

Merke: Beruf heute ist aktives Vermarkten, wobei man selbst grossen Einfluss auf seinen Marktwert nehmen kann.

Wir können nicht auf alle Risiken, die der jetzige oder ein neuer Job mit sich bringen, aktiv reagieren. Aber das, was wir selbst tun und worauf wir (frühzeitig) Einfluss nehmen können, das sollten wir als Chance erkennen und nutzen. Im Sinne von Neuorientierung im bestehenden oder im neuen Job oder Beruf!

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Weiterführende Tipps auf Berufliche-Neuorientierung.ch zum Thema: