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Vor uns liegen Weihnachten und der Jahresabschluss. Während uns das Wetter endlich die kommende Winterzeit ankündet, geht es in Richtung Endspurt einer weiteren Zeitetappe. Richtung Ferien, verdienter und ersehnter Break, aber auch Richtung Neuorientierung. Der Januar hat es in sich. Wir stehen wieder am Anfang. Wenn auch nur am Anfang eines Jahres. Dann ist der Wunsch nach einer sinnvollen Arbeit oder einer Neuorientierung erfahrungsgemäss am stärksten. Dabei kann es auch zu einem gewissen Gegenwind kommen.

Gegenwind ist Aufwind

Was stört uns am Gegenwind? Ist es das Wort «Gegen»? Wind ist etwas Natürliches. Zugegeben: Wer mit dem Fahrrad bei Gegenwind unterwegs ist, hat schnell das Gefühl, nicht vom Fleck zu kommen. Welchen Vorteil hat Gegenwind also? Wer gerne Drachen steigen lässt weiss, ohne den richtigen Gegenwind steigt keiner. Wer aber hoch hinaus will, muss dieses unsichtbare «Gegenüber» akzeptieren. Widerstand stärkt und so komisch es klingen mag: trägt. Gegenwind wird auch symbolisch für Situationen verwendet, die nichts mit Wind zu tun haben. Zum Beispiel für alles, was das Erreichen unserer Ziele bremsen, stören oder gar verhindern könnte. Die Frage ist, wie wir im Wind stehen. Unsere innere Haltung und unser Selbstmanagement sind entscheidend. Wer Gegenwind respektiert, kann ihn für sich nutzen.

Was ist Leben?

Mir begegnen immer wieder Menschen, die sich auf die Pensionierung nicht vorbereitet haben. Arbeitspensum von hundert auf null. Auf einmal nichts mehr. Die ersten drei Wochen freut man sich darüber. Dann wird die plötzliche Windstille zur Frage des Selbstwerts. «Ich bin nicht mehr gefragt, also bin ich nichts mehr wert» so ähnlich etwa der innere Dialog. Werte verändern sich. Menschen auch. Wo etwas stirbt, entsteht auch etwas Neues. Neues braucht eine Chance. Hoch- und Tiefdruckgebiete scheinen uns manchmal Kräfte zu rauben, halten uns aber auch am Leben…

Körpergewicht als Stärke

Was tun, wenn ein Sturm droht und die Kräfte schwinden? Welche Möglichkeiten haben wir? Wenn Sie jemandem helfen wollen, von einem Stuhl aufzustehen, können Sie das entweder mit Ihrer Muskelkraft tun, oder einfacher, mithilfe Ihres Körpergewichts. Letzteres senkt die Gefahr einer Überbeanspruchung der eigenen Kräfte und eines Hexenschusses. Das eigene Körpergewicht bildet in diesem Fall eine wichtige Stärke. Die Frage ist, kennen wir sie und wie setzen wir sie ein? Selbstmanagement ist gefragt. In unserem Beispiel geht es darum, das Gegenüber an der Hand zu nehmen und sich leicht nach hinten fallen zu lassen. Und schon wirkt ein Gesetz der Physik.

Mit Selbstmanagement beweglich bleiben

Der Wind dreht sich. Wir können es auch. Statt frontal gilt es, so dazustehen, dass Herausforderungen bewältigt werden können. Unwichtiges an uns vorbei ziehen lassen. Für Wichtiges den Aufwind nutzen. Es gilt sich immer wieder anzupassen. Mit dem, was wir haben. Körpergewicht, Kompetenzen, Erfahrung, Materielles und anderes. Die Kunst dabei ist, beweglich zu bleiben. Den Wind wahrzunehmen. Und die Segel so zu setzen, dass wir vorwärts getrieben werden.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Lesetipp:

Coachingplus.ch: Selbstmanagement als Massnahme auf Konflikte als Stressbewältigung