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Immer wieder steht man vor der Frage: Wie soll es in meinem Leben weitergehen? Bin ich glücklich mit meinem Job? Habe ich den richtigen Beruf? Entspricht er meinen Fähigkeiten? Ein Beitrag von meiner Kollegin Jasmin Taher.

Beruf = Berufung

Das Wort Beruf ist abgeleitet von Berufung. Manche Menschen fühlen ganz genau, welche Tätigkeit sie ruft und was sie beruflich im Leben verwirklichen wollen. Das sind die sogenannten Traumjobs, die ganz verschieden sein können: Lokführer/in, Pilot/in, Journalist/in, Pianist/in, Mediziner/in oder Tierpfleger/in. Die einen wissen schon als Kinder, was sie werden wollen. Die anderen grübeln lange darüber nach, welchen Berufsweg sie einschlagen sollen. Und da heutzutage niemand mehr seines Arbeitsplatzes sicher ist, stellt sich die Frage nach dem richtigen Beruf manchmal ganz unerwartet, wenn der langjährige Job plötzlich wegrationalisiert wird.

Der Weg zum Berufsglück

Es gibt verschiedene Wege, den Beruf zu finden, der zu einem passt und einen glücklich macht. Bereits vor dem Gang zur professionellen Berufsberatung sollte man sich klar werden, was man gut kann. Auch die Frage, bei welchen Aufgaben man von anderen geschätzt oder gar gelobt wurde, hilft einem dabei, herauszufinden, was man gut kann. Wenn man gelobt wird und sich selbst gut fühlt, dann steigen Selbstbewusstsein und Arbeitsqualität und dadurch auch die Lebensqualität. Und das ist schliesslich das Fernziel, das man mit einem passenden Beruf anpeilt.

Was kann ich am besten?

Wenn man sich diese Fragen nicht beantworten kann, gibt es Eignungstests, um sich selbst zu testen und herauszufinden, in welchen Bereichen man stark ist und um welche Bereiche man besser einen  Bogen machen sollte. Wer keine Onlinetests mag, kann sich Gedanken über seine Grundfähigkeiten machen. Man schreibt eine Liste mit Tätigkeitswörtern, die man gerne ausführt: Rechnen, texten, beschreiben, helfen, zuhören, erklären etc. Alternativ gibt es auch Listen, bei denen man diese Verben anstreichen kann, um sich bewusst zu werden, was man gerne tut.

Fremdbild und Eigenbild

Manchmal ist man von seinen eigenen Stärken nicht überzeugt oder erkennt sie nicht als solche. Hier bietet es sich an, ein Aussenbild einzuholen. Ob Freunde oder Verwandte, Geschäftskollegen oder Coach, jede Meinung hilft und zeigt einem eine andere Facette des eigenen Wesens auf und erweitert das Eigenbild. Und kann dazu führen, dass man seinen eigenen neuen Weg findet.

Berufsfelder zur Orientierung

Wenn man sich über seine inneren Neigungen klarer geworden ist, kommt der nächste Schritt:

Welche Berufsfelder gibt es, die mich grundsätzlich interessieren? Welche schliesse ich bereits von Anfang an aus? Die klassische Branchenunterteilung findet man auch in jedem grösseren Stellenanzeiger oder Jobportal. Dies erleichtert einem dann auch die gezielte Jobsuche. Wenn man die grobe Richtung kennt, in die man gehen will, kann man sich über die genaue Route Gedanken machen. Man kann Berufsbilder mit den Eignungen vergleichen.

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Autorin: Jasmin Taher


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Sich beruflich neu orientieren und eine Vision finden, für die es sich zu leben lohnt – beides sind Themen, die einen von Zeit zu Zeit beschäftigen und sich nicht einfach begraben lassen – zumindest so lange nicht, bist man die wichtigsten Fragen geklärt hat. Visionen schaffen Motivation und stiften Lebenssinn. Im Lied «Lilienthal» beschreibt der deutsche Liedermacher Reinhard Mey die Geschichte des deutschen Luftfahrtpioniers. Lilienthal kam bei einem Absturz mit seinem Flugapparat im Alter von nur 48 Jahren ums Leben. «Du kannst fliegen, ja du kannst, breite die Flügel, du wirst sehn. Du kannst fliegen, ja du kannst!» so der Refrain von Mey’s Tribut Song auf Otto Lilienthal. Otto Lilienthal hat sein Leben riskiert für seine Vision.

Mit Flugangst über die Sahara

Ernst Tanner, Biografie HelimissionLilienthal starb am 10. August 1896. 76 Jahre später, nämlich am 17.Januar 1972, beginnt eine andere Geschichte. Der 43-jährige Ernst Tanner setzt sich in einen Hubschrauber und will die Sahara überqueren – das mit nur 37 Flugstunden Erfahrung. Ein Abenteuer für das er in Fliegerkreisen noch heute bewundert wird. Dass er der erste ist, der die Sahara überfliegt, erfährt er erst später.

Wo bitte geht’s zur Sahara?

Kaum ist er mit seinem Begleiter Marcel gestartet, «verfliegen» sich die beiden. Tanner muss neben einer Strasse landen und im nahe gelegenen Restaurant nach dem Weg fragen. Dass er dabei sein Reiseziel nicht erwähnt, ist wohl besser. Ist Tanner ein mutiger Mann? Ja und nein. Er leidet unter Flugangst und fühlt sich in der Luft überhaupt nicht wohl. Warum lässt er sich dann auf dieses wagemutige Abenteuer ein? Der Ursprung ist sein Glaube an Gott und seine Vision, Menschen in Krisengebieten zu helfen. Die spannende Geschichte eines Mannes, der die Not anderer für wichtiger einstuft als persönliche Schwächen.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.