Vor uns liegen Weihnachten und der Jahresabschluss. Während uns das Wetter endlich die kommende Winterzeit ankündet, geht es in Richtung Endspurt einer weiteren Zeitetappe. Richtung Ferien, verdienter und ersehnter Break, aber auch Richtung Neuorientierung. Der Januar hat es in sich. Wir stehen wieder am Anfang. Wenn auch nur am Anfang eines Jahres. Dann ist der Wunsch nach einer sinnvollen Arbeit oder einer Neuorientierung erfahrungsgemäss am stärksten. Dabei kann es auch zu einem gewissen Gegenwind kommen.

Gegenwind ist Aufwind

Was stört uns am Gegenwind? Ist es das Wort «Gegen»? Wind ist etwas Natürliches. Zugegeben: Wer mit dem Fahrrad bei Gegenwind unterwegs ist, hat schnell das Gefühl, nicht vom Fleck zu kommen. Welchen Vorteil hat Gegenwind also? Wer gerne Drachen steigen lässt weiss, ohne den richtigen Gegenwind steigt keiner. Wer aber hoch hinaus will, muss dieses unsichtbare «Gegenüber» akzeptieren. Widerstand stärkt und so komisch es klingen mag: trägt. Gegenwind wird auch symbolisch für Situationen verwendet, die nichts mit Wind zu tun haben. Zum Beispiel für alles, was das Erreichen unserer Ziele bremsen, stören oder gar verhindern könnte. Die Frage ist, wie wir im Wind stehen. Unsere innere Haltung und unser Selbstmanagement sind entscheidend. Wer Gegenwind respektiert, kann ihn für sich nutzen.

Was ist Leben?

Mir begegnen immer wieder Menschen, die sich auf die Pensionierung nicht vorbereitet haben. Arbeitspensum von hundert auf null. Auf einmal nichts mehr. Die ersten drei Wochen freut man sich darüber. Dann wird die plötzliche Windstille zur Frage des Selbstwerts. «Ich bin nicht mehr gefragt, also bin ich nichts mehr wert» so ähnlich etwa der innere Dialog. Werte verändern sich. Menschen auch. Wo etwas stirbt, entsteht auch etwas Neues. Neues braucht eine Chance. Hoch- und Tiefdruckgebiete scheinen uns manchmal Kräfte zu rauben, halten uns aber auch am Leben…

Körpergewicht als Stärke

Was tun, wenn ein Sturm droht und die Kräfte schwinden? Welche Möglichkeiten haben wir? Wenn Sie jemandem helfen wollen, von einem Stuhl aufzustehen, können Sie das entweder mit Ihrer Muskelkraft tun, oder einfacher, mithilfe Ihres Körpergewichts. Letzteres senkt die Gefahr einer Überbeanspruchung der eigenen Kräfte und eines Hexenschusses. Das eigene Körpergewicht bildet in diesem Fall eine wichtige Stärke. Die Frage ist, kennen wir sie und wie setzen wir sie ein? Selbstmanagement ist gefragt. In unserem Beispiel geht es darum, das Gegenüber an der Hand zu nehmen und sich leicht nach hinten fallen zu lassen. Und schon wirkt ein Gesetz der Physik.

Mit Selbstmanagement beweglich bleiben

Der Wind dreht sich. Wir können es auch. Statt frontal gilt es, so dazustehen, dass Herausforderungen bewältigt werden können. Unwichtiges an uns vorbei ziehen lassen. Für Wichtiges den Aufwind nutzen. Es gilt sich immer wieder anzupassen. Mit dem, was wir haben. Körpergewicht, Kompetenzen, Erfahrung, Materielles und anderes. Die Kunst dabei ist, beweglich zu bleiben. Den Wind wahrzunehmen. Und die Segel so zu setzen, dass wir vorwärts getrieben werden.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

 

Woher komme ich und wo gehe ich hin? Diese Frage gehört unwillkürlich zum Menschen. In der Spiritualität finden wir Orientierung und Halt. Spiritualität ist für viele ein natürlicher Teil des Lebens. Will man im Coaching einer Person auf umfassende Weise gerecht werden, gehört der transzendente Bezug ebenfalls dazu.

Was bedeutet christliche Spiritualität?

Nach den biblischen Schriften ist Jesus Christus das Zentrum des Beziehungsangebotes Gottes. Durch ihn ruft er den Menschen zurück in eine gemeinschaftliche Beziehung, für die er ihn ursprünglich geschaffen hatte. Dabei spielt die voraussetzungslose Annahme durch Gott eine wichtige Rolle. Diese liebevolle Zuwendung zum Menschen betrifft dessen ganze Person. Darin eingeschlossen sind auch seine Schwächen und Unvollkommenheiten, sowie innere Abgründe und alles Scheitern. Das schafft beste Voraussetzungen für eine positive Selbstbeziehung.

Ressource oder Stolperfalle

«Liebe deinen Nächsten wie dich selbst» ist wahrscheinlich die knappste Zusammenfassung der ganzen Bibel. Wer sich selbst liebt, kann auch seinen Mitmenschen angemessen begegnen. Eine bereichernde Gottesbeziehung kann also durchaus als Ressource in einem Coachingprozess angesehen werden. Das Wissen um Gottes Fürsorge und Nähe ermöglicht eine entspanntere Sicht auf die Herausforderungen des Lebens, sei es in zwischenmenschlichen Beziehungen, in den Stürmen des Alltags oder bei Schicksalsschlägen.

Es gibt aber auch immer wieder Situationen, in denen sich falsch verstandene Religiosität ausgesprochen negativ auf die Lebensführung auswirken kann. Dies kann mit belastenden Gottesbildern und entsprechend negativen Gefühlen gegenüber Gott zusammenhängen. Auch in hier ist es von Vorteil, diese Belastung im Coaching zu bearbeiten.

Spiritualität im Coachingprozess

Ein Coaching findet nie in weltanschaulich neutralem Rahmen statt. Coach wie Coachee bringen ihre je eigene Prägung mit, die bewusst oder unbewusst in den Prozess mit einfliessen. Der Einbezug von christlicher Spiritualität ins Coaching erfordert gewisse Voraussetzungen. Methodenkompetenz in religiös-spiritueller Hinsicht vom Coach und Einverständnis und Interesse von Seiten des Klienten. Es eignen sich verschiedene religiöse Ausdrucksformen für ihre Nutzung in einem Coaching.

Biblische Textmeditation

Je nach Thematik und Situation finden sich in der Bibel passende Texte für die unterschiedlichsten Lebenslagen. Der ausgewählte Text wird in der Sitzung selbst meditiert oder zwischen einzelnen Settings. Dies kann einem inneren Geschehen Ausdruck verleihen, die Selbstreflexion fördern oder den Impuls zu einer Änderung der eigenen Sichtweise setzen. Nach der Meditation wird das Erlebte besprochen und auf das Coaching-Thema und –Ziel reflektiert, damit konkrete Schritte formuliert werden können.

Methodenvielfalt: Christliche Spiritualität - Bibel lesen

Methodenvielfalt: Christliche Spiritualität, zum Beispiel Bibel lesen

Gebet

Beim Gebet wird Gott eingeladen, seinerseits in den Prozess einzugreifen. Der Einbezug von Gebet ins Coaching kann vom Coach wie vom Klienten vorgeschlagen werden. Gebet ist etwas sehr Persönliches und kann einen Menschen in grosser seelischer Tiefe erreichen. Sorgfältig praktiziert dient es zur Stressreduktion und –bewältigung und einem gelasseneren Umgang mit dem Leben. Wenn sich ein Mensch in Gottes Allmacht geborgen weiss, kann diese Sichtweise sogar die Dramatik gewisser Lebenssituationen relativieren. Gebetet wird beispielsweise gemeinsam während der Sitzung oder der Klient betet in seinem Privatleben oder der Coach betet für den Klienten, je nach Situation. Durch Gebet wird persönliche Nähe aufgebaut. Es kann aber auf der anderen Seite auch die nötige professionelle Distanz reduzieren.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Quellenangaben:

  • In Anlehnung an den Artikel von Coaching-Magazin.de: Christliche Spiritualität als Ressource im Coaching Was ist «christliche Spiritualität», welche Ressourcen besitzt sie und wie können diese konkret im Coaching genutzt werden?
  • Christliche-Seelsorge.ch: Aus dem Lebenssinn Kraft schöpfen,  Der christliche Glaube gibt Halt fürs Leben, Orientierung  und Hoffnung in allen Lebenslagen.

Tipps:

 

Das Leben mit einer anderen Brille sehen

Unser Alltag hat es in sich. Multimediale Reize fluten unser Gehirn, Termine füllen die Agenda wie von alleine und fortwährend sind wir einen Schritt zu spät. Die Welt dreht immer schneller, ja sie ist ausser Kontrolle geraten, denn sie beschleunigt sich wie von selbst – scheinbar ohne unser Zutun. Eigentlich müssten wir mit der phantastischen Technik, die uns zur Verfügung steht, ja diejenige Gesellschaft sein, die am meisten Zeit hat von allen. Überflüssig zu sagen, dass uns Smartphones und schnelle Züge stattdessen nur noch mehr unter (Zeit-)Druck gesetzt haben. Die Ansprüche an unsere Zeit sind dramatisch gestiegen.

Quality time – auch das noch!

Effizienz, Time-Management und körperliche Fitness können in bestimmten Situationen ungemein hilfreich sein – sie können aber auch alles nur noch schlimmer machen. Denn irgendwann ist einfach mal gut. Dann müssen sich Körper und Geist zur Ruhe legen, sie müssen aussetzen und pausieren. Dieser Punkt ist dann erreicht, wenn die «quality time» mit dem Partner oder der Familie nur noch ein weiterer Termin in der Agenda bedeutet. Wenn die Gedanken auch in der Nacht und am Wochenende ständig weiterreisen. Wenn die Seele wie ein aufgescheuchtes Reh nicht mehr zur Ruhe kommt.

Burnout: die totale Erschöpfung

Seien wir ehrlich: Es gehört ja fast schon zum guten Ton «gestresst» zu sein. Stress bedeutet gefragt zu sein. Aber irgendwann macht der Körper diesem Lifestyle einen Strich durch die Rechnung. Dann geht nämlich gar nichts mehr. Und viele Menschen erholen sich von einem Burnout nie mehr völlig. Leider beherrschen wir die Sprache, mit der uns unser Körper von der totalen Erschöpfung bewahren will, viel zu schlecht. In Zeiten wie diesen ist es von existenzieller Bedeutung, dass wir diese Sprache wieder lernen.

Individualpsychologische Beratung

Der Gang zur individualpsychologischen Beratung kann helfen, die eigenen Grenzen und der Umgang damit aufzeigen. Solche Gespräche helfen, eine Aussensicht auf das eigene Leben einzunehmen und Signale, die der Körper aussendet, besser zu verstehen.

Damit leisten Sie einen wertvollen und wichtigen Beitrag an eine gesunde Gesellschaft.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Neue Umstände brauchen professionelle Begleitung

Wir leben in bewegten Zeiten – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Neue Märkte werden erschlossen, andere dem Westen verwehrt. Währungen schwanken, Arbeitsplätze werden verlagert, Arbeitskräfte international rekrutiert. Auch die Lebensentwürfe im Einzelnen sind komplex, vielschichtig, manchmal verstörend kompliziert. Wer heute eine Ausbildung macht, kann kaum abschätzen, in welchen Bereich der Wirtschaft es ihn einmal verschlagen wird.

Flexibilität ist heute ein Muss. Das kann durchaus Angst machen – oder aber befreien und zum Ausprobieren einladen – je nachdem, von wem man dabei begleitet wird.

Spezialisten gesucht!

In Zeiten der Unsicherheit, Zeiten der Umbrüche und der Neuorientierung sind Experten gefragter denn je. Menschen, die sich auf ein bestimmtes Feld spezialisiert haben, sind heute begehrt, egal in welchem Bereich. Dies gilt in besonderem Masse für Menschen in Beratungsfunktion. Als Coach empfiehlt es sich fachlich gleich doppelt à jour sein: Die Spezialisierung im wirtschaftlichen Fachbereich, aus dem die Klienten kommen, ist für die Kundengewinnung ebenso wichtig, wie die Kompetenzen im Bereich der Beratung. Damit ist auch gesagt, dass Menschen mit (fachspezifischer) Berufserfahrung als Coaches besonders begehrt sind.

Menschen in die Selbstständigkeit begleiten

Wohl zu keiner anderen Zeit haben so viele Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Zu recht. Denn ein flexibler Markt verlangt flexible Fachkräfte. Der Wechsel in die Selbstständigkeit ist jedoch ein prekärer Moment in der Biografie – und wer ihn wagt, tut gut daran, professionelle Begleitung in Form eines Coaches in Anspruch zu nehmen. Ein Coach hilft, das Persönlichkeitsprofil zu reflektieren, Gefahren frühzeitig zu orten sowie Möglichkeiten und Ressourcen so gut als möglich auszuschöpfen.

Schritt für Schritt aufbauen

Es gibt also ein dringliches Bedürfnis des Marktes nach fachlich spezialisierten Coaches. Voraussetzung für den Erfolg als Coach ist ein überzeugender Unique Selling Point – Qualitäten und Kompetenzen, die nur Sie in der Kombination bieten können. Entsprechend gilt es als nächster Schritt, in den betreffenden Bereichen Präsenz zu erarbeiten. Expertise spricht sich herum. Wer als Coach exzellente Arbeit leistet, kann sicher sein, dass er gebraucht wird. Denn berufliche Flexibilität braucht Begleitung – in bewegten Zeiten wie diesen ganz besonders.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

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Was ist der richtige Job / Beruf? Wann definieren wir etwas als «richtig»? Im Berufsleben können die nachfolgenden Punkte dieses positive Gefühl bestätigen:

  • Ich fühle mich wohl in der entsprechenden Branche.
  • Ich bekomme Anerkennung durch Kommunikation (Feedbacks), durch Beförderung und einem entsprechenden Gehalt.
  • Ich trage Verantwortung und man bietet mir berufliche Perspektiven an.

Ein Idealfall. Doch was tun, wenn es nicht wie gewünscht ist? Und so ist es eben vielfach. Zum einen muss man sich bewusst sein, dass es einen Job, in dem alles stimmt, nicht hundertprozentig gibt. Vieles hängt mit uns, mit unserem Lebensstil und unserem Denken selbst zusammen. Positive Menschen sind schneller zufrieden und erkennen den Wert des Istzustands schneller an als kritische Menschen. Der richtige Job / Beruf hat darum mit unserem Empfinden zu tun.

Sind wir (gefühlt) im falschen Job, haben wir zwei Möglichkeiten:

  1. Wir lassen es so, wie es ist.
  2. Wir werden aktiv und streben eine berufliche Veränderung an.

Wir lassen es so, wie es ist

Diese Lösung scheint auf den ersten Blick einfacher. Bekannte Gefühle bieten eine (scheinbare) Sicherheit. Ändert sich dabei wirklich nichts? Das Gefühl, im falschen Job oder Beruf zu sein, wird nicht eher nachlassen, bis es gezielt angegangen wird. Nicht Angegangenes, nicht Geklärtes belastet – immer mehr. Hier schwindet Kraft, die dann anderswo fehlt. Etwas belassen wie es ist, kann darum zum Bumerang werden.

Wir werden aktiv und streben eine berufliche Veränderung an

Berufliche Neuorientierung ist sowohl im bestehenden wie in einem neuen Beruf möglich. Um zu verändern, müssen wir uns selbst kennen (lernen) und uns, unsere Wünsche und Ziele genauer unter die Lupe nehmen. Manche Stressmomente sind die Folgen unserer eigenen antrainierten Sichtweise. Gefühle sind die Sprache des Körpers und der lügt nicht. Sie signalisieren einen Umstand (zum Beispiel Widerspruch Lebensstil und körperliche Grenzen), der zur Falle werden kann. Wir sind Weltmeister im Verdrängen und bei Ausreden. Wollen wir etwas verändern, gilt es, genauer hinzusehen. Hier empfiehlt sich ein externes Coaching.

Wir legen den prägenden Lebensstil in unserer Jugendzeit fest.

 

Der Coach erfasst und analysiert Ihren Lebensstil. Lebensstil ist das Verhalten, das wir in unserer Kindheit als Lösung für die Zielerreichung (auffallen, Anerkennung, Teil der Gemeinschaft sein) definiert hatten. Aus der Analyse mit dem Coach können zudem Stärken erkannt und gefördert werden. Sie erhalten ein Profil, das hilft, im Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten überzeugend zu argumentieren. Sollte sich dieser Weg verschliessen, hilft die Analyse ebenfalls bei der Suche nach einem neuen Job.

Warum ein Coaching wertvoll ist

Menschen, die im Regen stehen, sind in Ihre eigenen Gedanken versunken. Das ist beim Stress oder in alltäglichen Situationen nicht anders. Wir leben im Jetzt. Laut dem Begründer der Individualpsychologie, Alfred Adler, ist der Mensch aber zur Gemeinschaft geschaffen. Gemeinschaft verhindert Betriebsblindheit, schafft die Möglichkeit, sich zu entwickeln. So ist es auch in der Zusammenarbeit mit einem Coach. Die externe Sicht deckt Handlungsweisen und Fallen auf, die uns gar nicht mehr bewusst sind. Dieses Erkennen und Aufdecken ermöglicht Weiterentwicklung in die richtige Richtung – zum bestmöglichen Job oder Beruf.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.


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Kaum ein Berufsfeld ist so vielfältig, komplex und nah am Leben wie dasjenige der Sozialen Arbeit. Sozialarbeiter/innen sind öffentlich wie privat auf der Suche nach praktischen Lösungen, sinnvollen Strukturen und hilfreichen Unterstützungsmechanismen für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Damit niemand unter uns Formularbeginnvergessen geht.

Menschen in erschwerten Lebenssituationen unterstützen

Es passiert schneller, als einem lieb und manchmal bewusst ist: Wenn die Gesundheit auf wackeligen Beinen steht, die Ehe zerrüttet ist, beruflich die Perspektiven abhanden kommen und die eigene Psyche dem Druck nicht mehr standhält – dann braucht ein Mensch Hilfe bei der Bewältigung des Alltags und der Freizeit. Es kann jeden von uns treffen. Vor diesem Hintergrund stimmt einen die Arbeit von Tausenden gut ausgebildeter, engagierter Sozialarbeiter in der Schweiz hoffnungsvoll – stehen sie doch dafür ein, dass Menschen am Rande der Gesellschaft Teil von ihr bleiben können. Konkret bedeutet dies Beratung und Unterstützung von Einzelnen, Familien oder Gruppen in finanziellen Notlagen, sozialer Isolation oder psychisch schwierigen Umständen – immer mit dem Ziel, die Betroffenen in ihrem erschwerten Alltag wieder handlungsfähig zu machen.

Strukturen aufbauen – damit niemand durch die Maschen fällt

Diese Handlungsfähigkeit ist meistens an politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen gebunden. Sozialarbeiter/innnen engagieren sich in Treffpunkten, Pflegeheimen, Schulen, Asylzentren oder integrativen Arbeitsplätzen. Sie tragen zum Ziel bei, unsere Gesellschaft gegenüber denjenigen offen zu halten, die ansonsten wohl vergessen gingen. Zudem sind sie in Sachen Stadtentwicklung, Prävention oder Nachbarschaftshilfe an vorderster Front dabei. Aufbau und Unterhalt sozialer Strukturen sind für unsere Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Helmut Kohl, Deutscher Politiker und ehemaliger Bundeskanzler sagte 1998 ganz richtig: «Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.» Damit unser Umgang mit den Schwächsten ein konstruktiver, bemühter, und nachhaltiger ist, dafür stehen Sozialarbeiter/innen landauf und landab ein.

Es ist ein Beruf voller Highlights – und voller Herausforderungen. Kein Tag ist wie der letzte, kein Klient wie der andere. Soziale Arbeit ist ein Berufsfeld für Menschen auf der Suche nach Herausforderung, Sinn und Erfüllung.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch

 

Sind Sie unzufrieden in Ihrem Beruf oder bei Ihrem Arbeitgeber? Haben Sie schon dann und wann über eine Veränderung, über eine berufliche Neuorientierung nachgedacht? Die Idee wäre reizvoll aber … Zugegeben: Oft ist es auch unsere Gemütsverfassung, unser Innenleben, das sich negativ auf die Arbeitsmotivation auswirkt. Mit den nachfolgenden Zeilen möchte ich Sie ein bisschen provozieren.

Wie Ihre Arbeitsstelle, Ihr Beruf in 5 Jahren aussieht

Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und beschreiben Sie Ihre Arbeitsstelle, wie sie in 5 Jahren aussehen müsste. Was wäre Ihnen dabei wichtig? Was würde Ihnen gefallen, was würde Sie stören? Das Gleiche können Sie beim Beruf machen. Finden Sie Diskrepanzen zur Gegenwart? Dinge, die Sie stören? Und jetzt? Manchmal holt man sich Dinge in der Freizeit, die einem im Berufsleben fehlen. Ein «zugekaufter Ausgleich» sozusagen. Das ist durchaus möglich und auch sinnvoll. Sie müssen sich schliesslich von innen her wohlfühlen. Bei der inneren Zufriedenheit geht es nicht um einen «Wohlfühl-Spleen», sondern um das Freisetzen von Motivation und Kompetenzen. Das ist sowohl für Sie, wie für Ihren Arbeitgeber von Nutzen.

Warum habe ich bisher nichts in Sachen Berufswechsel unternommen?

Grundsätzlich sind wir Menschen leider etwas träge, wenn es darum geht, sich auf Veränderungen einzulassen. Was wir nicht kennen, lassen wir sein. Unbekanntes ist nicht von Anfang an vertrauenswürdig. Aufgeschoben bedeutet aber nicht aufgehoben. Unzufriedenheit geht meistens nicht einfach so weg. Wir vertrösten uns gerne, weil wir unbewusst glauben, dass uns dies weniger Aufwand kostet. Doch das ist ein grosser Irrtum! Nicht Geklärtes hat einen grossen Einfluss auf unsere Stimmung, die wir letztendlich überall hin mitnehmen. Haben Sie sich die Gründe, warum Sie gerade in diesem Job, in diesem Beruf und bei diesem Arbeitgeber angestellt sind, schon mal aufgeschrieben? Hinsehen lohnt sich, wenn man etwas verändern oder eine einfache Standortbestimmung vornehmen will.

Neuorientierung: Perspektiven mit Investitionen

In der Bibel gibt es eine alte Geschichte, die viel über die menschliche Trägheit aussagt. Das hebräische Volk wurde von den Ägyptern unterdrückt. Endlich erhielten sie von Gott einen Führer (Moses), der das Volk aus Ägypten herausführte. Kaum waren sie unterwegs und spürten die Strapazen und die Folgen ihres Auszuges, fingen sie an zu murren: Hatten wir es vorher nicht besser? Zugegeben: die Unterdrückung … Aber wenn man sich arrangiert … Das sind Sätze, die wir selbst auch kennen. Sie stoppen unsere Handlung, das Vorwärtsgehen und verhindern den Blick auf das Ziel. Sich aufmachen bedeutet, zu investieren. Gewisse Strapazen auf sich zu nehmen. Was unangenehm aussieht, hat einen unbezahlbaren Lohn: Lebenserfahrung und die Tiefe des Lebens entdecken.

Das (realistische) Ziel in Sicht

Realistische Ziele motivieren, weil sie erreichbar sind.Eine erfolgreiche neue berufliche Orientierung braucht realistische Ziele. Das ist wie beim Fitnessaufbau (siehe Ryffelrunning.ch – PDF) und vielen anderen Dingen, die wir verändern möchten. Nur realistische Zwischenziele motivieren für den nächsten Schritt und ermöglichen eine Zielerreichung innert nützlicher Frist! Zu hohe Ziele demotivieren und sind mitunter ein Grund, warum man den Schritt, zum Beispiel in einen anderen Beruf, noch nicht angegangen ist. Ein realistischer Terminplan gehört dazu und hilft, dass Sie die Lust auf die neue berufliche Orientierung nicht verlieren.

Das klingt so einfach und ist auch nichts Neues. Realistische Ziele. Ja, klar. Und doch hat sich bisher nichts getan. Ist die Berufswahl nicht letztendlich auch eine Wertfrage? Wie beim Leben? Unser Leben ist einmalig. Wir sind einmalig. Der richtige Beruf und der richtige Job dürfen uns daher durchaus etwas Wert sein.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

«Ganz wichtig: Wenn Sie auf eine Foto-Tour gehen, konzentrieren Sie sich auf ein Kernthema. So verzetteln Sie sich nicht und Ihre Bilder werden einzigartig!» Das sind Tipps für Fotografen, die ich in Fachzeitschriften immer wieder lese. Sie können durchaus auch auf eine allfällige berufliche Selbstständigkeit übertragen werden: «Ganz wichtig ist, wenn Sie sich beruflich selbstständig machen wollen, dass Sie sich auf ein Kernthema konzentrieren. So wird Ihre Geschäftsidee einzigartig!» Planung verhindert Verzettelung. Schafft Konzentration auf das Kernthema und Einzigartigkeit: Zwei Musts bei der Gründung einer Firma.

Da ist die innere Stimme

Haben Sie auch schon erlebt, dass Sie beim Betrachten eines Bildes überlegt haben, wie Sie ganz persönlich dieses Bild gestaltet hätten? Auf jeden Fall anders. Denn Sie denken anders als der Fotograf, der das Bild geschossen hatte. Sie haben ihre eigene Erfahrungen, Ideen und Kompetenzen, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Sie wissen: Ihre Ideen sind gut. So ist es Ihnen auch in beruflichen Fragen während der Arbeit so ergangen. Sie wussten: Das kann man anders lösen! Die Ideen sind da und mit ihnen Ihre Persönlichkeit.

Idee und Persönlichkeit = einzigartige Umsetzung und Kommunikation = USP

Das Produkt, die Dienstleistung, die Sie anbieten werden, gibt es vielleicht schon. Nur haben Ihre Ideen Ihre Spuren hinterlassen. In der Kommunikation, bei der Herstellung und bei der Gestaltung. Auffallend anders. Auffallend positiv. Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung fällt auf. Wo andere Trends verschlafen haben, wo der Bezug zur Praxis vergessen wurde, da haben Sie hingeschaut. Genauer hingeschaut. Analysiert. Begriffen. Gehandelt. Nun ist es da. Ihr Produkt. Ihre Dienstleistung.

Basis für die Selbstständigkeit: Marktanalyse. Anpassen. Vorsprung schaffen.

Persönlichkeit und Selbstständigkeit

Vieles in der Selbstständigkeit hängt mit Ihnen und Ihrer Persönlichkeit zusammen. Sind Sie ein Macher-Typ, werden Sie vor Ideen nur so strotzen. Das sind gute Charakterzüge. Dann, wenn die besten umgesetzt und dauerhaft am Markt beworben werden. Dafür brauchen Sie jemand an Ihrer Seite, der vielleicht nicht so viele Ideen hat, dafür genau weiss, wie man ein Produkt am Markt aufbaut. Der weiss, welche Ideen überhaupt eine Chance haben oder wie mit einer Ergänzung der Zielmarkt ausgeweitet werden kann.

Sind Sie jemand, der gerne genau arbeitet und bestimmtes Material in Lösungen und Wege umsetzen kann? Der überzeugende Produkte schaffen kann? Dann brauchen Sie jemanden an Ihrer Seite, der für Sie verkauft und Kontakte zu potenziellen Kunden aufbaut. Der Sie sanft und geduldig auf Kundenbedürfnisse hinweisen kann. Unsere Persönlichkeit prägt unser Handeln, Denken und Fühlen. Wir sollten uns selber kennen. Damit wir Stärken stärken können und bei Schwächen die richtigen und ergänzenden Mitarbeiter anstellen werden.

Welches Kernthema würden Sie wählen? Diese Voraussetzungen für gelungene Bilder ist eine verständliche Eselsbrücke, wie berufliche Selbstständigkeit gelingen kann. Erfolg ist durchaus planbar.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Weiterführende Tipps auf berufliche-Neuorientierung.ch

Weiterführende Tipps im WWW zum Thema Selbstständigkeit

Im Juni 2014 erkannte das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI den neuen Berufstitel «Betriebliche/r Mentor/In mit eidgenössischem Fachausweis» offiziell an – und schuf damit die Voraussetzung für attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten für engagierte Fachkräfte im Bereich der Personal- und der Organisationsentwicklung. Betriebliche Mentorinnen und Mentoren haben die vielseitige, spannende und herausfordernde Aufgabe, Menschen in ihrer Arbeitswelt, in ihren Lern-, Veränderungs- und Entwicklungsprozessen zu begleiten und zu fördern.

Entwicklungsprozesse planen, Konflikte moderieren, Qualität sichern

Konkret bedeutet das, individuelle Prozesse gemeinsam zu planen, durchzuführen und zu reflektieren. Bei schwerwiegenderen Konflikten innerhalb des Betriebs moderieren betriebliche Mentorinnen und Mentoren und suchen nach gangbaren Wegen aus der Krise. Ein vielschichtiger Tätigkeitsbereich also – und sicher nichts für schwache Nerven. Denn wer Konflikte zu schlichten hilft und nicht selten emotional sehr angespannte Entwicklungsschritte begleitet, gerät immerfort an innerbetriebliche Brennpunkte und somit zwischen die Fronten. Das muss man aushalten können.

Anforderungen für einen komplexen Job

Insofern erfordert dieses neue Berufsfeld besondere Kompetenzen. Erfahrung im Bereich des Human Resources Managements, der Beratung und Kommunikation sind von grossem Vorteil. Auch Lehrpersonen eigenen sich für den Beruf. Unbedingt sollte man Erfahrung in Führungsaufgaben, welcher Art auch immer, mitbringen und – dies versteht sich aber von selbst – ein hohes Mass an Sozialkompetenz.

Chancen und Gewinne

Der/die eidg. betriebliche/r Mentor/In mit Fachausweis gewinnt durch Ausbildung wie Berufsalltag eine Menge Neues hinzu: Methodenvielfalt an Interventionsformen, gestärkte Führungs- und Sozialkompetenzen und die spannende und erfüllende Erfahrung, Menschen in den verschiedensten Lern- und Entwicklungsprozessen zu begleiten. Betriebliche Mentoren/Mentorinnen stehen in konstantem Austausch mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten, erhalten Einblicke in sämtliche Bereiche des Unternehmens und geraten Tag für Tag an neue Abenteuer.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

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Nirgendwo sonst erleben Menschen so viel Streit, Stress, Enttäuschung und Verletzung wie am Arbeitsplatz. Auch im anständigsten Betrieb fliegen schon mal die Fetzen, und wenn sie es nicht lautstark und sichtbar tun, dann doch unterschwellig brodelnd – was nicht minder schädlich ist, im Gegenteil. Mobbing hat viele Facetten. Wie auch immer – ungelöste Konflikte im Unternehmen sind Gift für jeden Betrieb. Was da im Untergrund kocht und immer wieder vulkanisch ausbricht, hat manchen guten Mitarbeiter um die Lust an der Arbeit, um seine Kreativität und Geduld gebracht. Der persönliche Kampf wird zum Sieg oder zur Niederlage.

Diversität schätzen lernen

Dies gilt aber genauso für das Unternehmen als Ganzes. Die grössten Siege feiert ein Betrieb nämlich dann, wenn das Arbeitsklima gut ist und bei Streitigkeiten zeitnah ein greifendes Konfliktmanagement zum Zuge kommt. Wenn Individualität und persönlichkeitsabhängige Diversität gewinnbringend arrangiert werden, wenn Verständnis für einander und ein motivierender zwischenmenschlicher Umgang Schule macht, dann gewinnen alle. Die Angestellten fühlen sich wohl im Job und gehen gerne eine Extrameile. Sie hängen alle zusammen mit drin – und verlassen das Boot nicht gleich beim ersten Unwetter.

Coaching-Ausbildung für Führungskräfte

Doch dafür müssen viele noch einmal in die Schule. Auch ansonsten erfolgreiche Mitglieder der Unternehmensleitung verhalten sich nicht selten ungeschickt bis mutwillig ignorant, was diese Art von Problemen und deren Lösungen anhand von sogenannten Soft Skills betrifft. Für sie im Besonderen gilt es zu handeln. Weiterbildungen im Bereich Coaching können hierfür eine Menge tun. Sie helfen zu erkennen, wie Menschen funktionieren. Sie zeigen Wege auf, individuelle Stärken in den Vordergrund zu rücken, statt auf die Schwächen zu schauen. Und diesen Weg unter die Füsse zu nehmen, zahlt sich aus.

Der lange Weg von Mitarbeitern zu einem Team

Insbesondere weil interne Kämpfe sehr wohl auch von Geschäftspartnern und der Kundschaft wahrgenommen werden, ist es wichtig, sich als Unternehmensleitung auf diesen Weg zu machen. Es ist ein langer Lernprozess, aber einer, der sich garantiert lohnt. Die Zeiten des autoritären Führungsstils sind längst vorbei, Konfliktmanagement, Mediationsskills und ein psychologisches Grundwissen gehören heute dazu. Und dies zu Recht, denn die Menschen, die für das Unternehmen arbeiten sind dessen wertvollstes Gut.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

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