Eine Geschäftsidee zu haben ist der Anfang jeder Selbstständigkeit. Diese Idee unterscheidet sich vorteilsweise von denen der Mitbewerbern.

So hatte zum Beispiel der Berliner Jura-Student Matti Niebelschütz die Idee, individuelle Parfüms herzustellen – die Idee der kleinsten Parfümfabrik war geboren. Dazu hat er eine Webseite gestaltet, auf der man seine ganz individuelle Duftnote zusammen stellen konnte. Am Anfang wurde jeder Auftrag manuell ausgeführt. Inzwischen ist der Produktionsablauf automatisiert worden und das Start-up Unternehmen hat einige Mitarbeiter. Aus einer spontanen Idee wurde ein beruflicher Neuanfang. Nachsehen kann man diese und andere skurrile Geschäftsideen auf Pro Sieben in der Sendung Galileo.

Vision auch mit kleinem Startkapital

Vision beruflicher Neuanfang

Vision beruflicher Neuanfang

Einen beruflichen Neuanfang gewagt hat auch Hans-Peter Lang. Im Vordergrund stand allerdings nicht Profitdenken. Sein Startkapital betrug nur 1‘000 Franken. Hans-Peter Lang war Bauführer und leitete bisher ein Bauchgeschäft. Neben der Finanzierung braucht es viel Know-how, um eine Firma gründen und leiten zu können. Mit 44 Jahren konnte Lang auf genügend Fach- und Sozialkompetenz zurückgreifen. Sein Ziel war, Menschen, die es im Leben «nicht geschafft haben», wieder ins normale Leben einzugliedern. Antrieb dafür war sein Glaube an Gott. Die Idee für die Stiftung «Wendepunkt» wurde geboren. Heute ist diese Stiftung eine der grössten privaten Hilfs- und Wiedereingliederungseinrichtungen der Schweiz.

Hans-Peter Lang über seinen beruflichen Anfang in der Porträt Sendung von Radio Life Channel.

Weitere Radio Sendungen mit Hans-Peter Lang:

 

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Bei der Prüfung für die Sekundarschule musste der junge Eric Wehrlin vor drei Experten etwas vorlesen. «Es war ein Horror!» sagt Wehrlin heute. Die Experten haben mittendrin abgebrochen und gesagt: «Ne!»

Das Gefühl, ein Aussenseiter zu sein

Eric Wehrlin hat Mühe mit dem Lesen. Er verdreht die Buchstaben und wird zum Gespött der ganzen Klasse: «So beschloss ich als Kind, meinen Mund nicht mehr zu öffnen.» Das Gefühl, ein Aussenseiter zu sein, prägt ihn und hat Folgen. Als Jugendlicher schmeisst er seine Lehre hin, haut von Zuhause ab und zieht als Landstreicher quer durch Europa. «Ich wusste nicht, was ich wollte und hatte keinen Plan für mein Leben.» Zurück in der Schweiz, hat er weder Ziele noch Perspektiven für sein Leben. Eric Wehrlin beginnt ein Musikstudium mit der klassischen Gitarre. Am Konservatorium entdeckt er seine Leidenschaft für die Pantomime: «Es faszinierte mich von Anfang an – denn egal, was wir sagen wollen, wir reden immer zuerst mit dem Körper.» Eric Wehrlin hat das gefunden, wo er sich beruflich neu orientieren kann. Die Frage: «Welcher Beruf / Job passt zu mir?» ist geklärt.

«Ich merkte, dass man Sprache lernen kann.»

Seine Leidenschaft für die Pantomime entwickelt und verstärkt sich. Ein weiterer Schritt ist der Besuch der Scuola Teatro Dimitri im Tessin. Auch dieser berufliche Schritt hat Folgen, positive! Eric Wehrlin landet an der Schauspielschule in Wien. Dort bekommt er im Alter von 23 Jahren das erste Mal Sprechtraining: «Ich merkte, dass man Sprache lernen kann. Da wurde mir bewusst: Ich will lernen, zu sprechen! Ich übte stundenlang – und plötzlich klappte es!» Der riesige Knoten, der sich über Jahre verfestigt hatte, ist aufgegangen.

«Klappt das? Was ist der Plan?»

Eric Wehrlin ist heute zusammen mit seiner Frau in Salzburg selbstständig erwerbend. Die beiden entwickeln viel Kreativität und haben immer wieder neue Ideen. «Es gab in unserem gemeinsamen Leben lange Durststrecken – es ging um Zukunftsängste. Oft gingen uns Fragen durch den Kopf: Klappt das? Was ist der Plan? Aber diese Zeiten sind gut – sie lassen einen darüber nachdenken, was denn wirklich wichtig ist im Leben.»

Praxis-Tipp:

  • Heisst sich als Aussenseiter fühlen wirklich, dass man nicht dazugehört und dass man keine Begabungen hat?
  • Umfallen ist nicht schlimm, nicht aufstehen ist viel schlimmer!
  • Das ganze Leben ist eine Ausbildung (Fachbegriff «lebenslanges Lernen»). Begabungen müssen entdeckt und fachlich gefördert werden. Ob das in der Grundschule geschieht, oder später als Erwachsener ist offen, beides ist möglich!
  • Die Suche nach der beruflichen Vision lohnt sich.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Visionen sind Träume, die darauf warten, entdeckt und umgesetzt zu werden.

Steve Morris kam blind zur Welt. Eines Tages belebte eine kleine Maus unverhofft den Schulunterricht. Der Lehrerin war sofort klar, dass dies ein Fall für den kleinen Stevie war. Sie schickte den Rest der Klasse aus dem Zimmer, während der blinde Junge das Tier mit seinem ausgezeichnetem Gehör erfolgreich orten und dann auch einfangen konnte. Es war das erste Mal in seinem Leben, dass er eine Anerkennung für seine Ohren erhielt. Stevie sang im Kirchenchor mit und verfeinerte sein Gehör laufend. Eines Tages, im Alter von 11 Jahren, nahm ihn jemand zum Direktor des Plattenlabels Motown Records mit. Stevie sang und der Direktor war so begeistert, dass er sagte: «Stevie, du bist ein Wunder!» Seither heisst Steve Morris neu Stevie Wonder. Später erzählte er, dass das Erlebnis mit der Maus, der Ausdruck von Anerkennung, so etwas wie der Beginn eines neuen Lebens war. Stevie fand seine Vision. (Quelle: Buch «Wie man Freunde gewinnt» – Dale Carnegie).

Vision finden - Schritte wagen!Vision finden – Begleitung durch einen Coach

Die Geschichte von Stevie Wonder ist ein Beispiel, wie schlummernde Visionen entdeckt werden können. In dieser Geschichte war es eine aufmerksame Lehrerin, die die Gaben des Jungen erkannte. Wer eine Vision finden möchte, kann das Gespräch mit jemandem suchen, der einen gut kennt. Eine weitere sehr empfehlenswerte Variante, ist die Begleitung durch einen Coach.

Ein Coach präsentiert keine fixfertigen Lösungen,  stellt jedoch  entsprechende Fragen, um Sie auf der Suche nach einer Vision zu unterstützen – einer realistischen Vision, die Ihren Gaben entspricht.
Hier noch ein paar Hinweise:

  • Jede Vision beginnt klein.
  • In Erfüllung geht sie nur, wenn man bereit ist, Schritte zu gehen.
  • Natürliches Wachstum ist gesünder als schneller Reichtum.
  • Hartes Arbeiten ist eine Voraussetzung, die aber nur erfüllt werden kann, wenn man auch die nötige Erholungszeit einplant.
  • Realistische Ziele machen glücklich, unrealistische nehmen Kraft und schwächen die Gesundheit.
  • Auch Otto Lilienthal hatte eine Vision: Die vom Fliegen. Er bezahlte mit seinem Leben. Vision ist gut, die persönliche Sicherheit darf nicht vernachlässigt werden.
  • Eine Vision haben ist das eine. Die richtigen Begleiter an der Seite zu haben, ein überzeugtes Team oder ein Coach, das andere.
  • Erfolg ist nicht garantiert und schützt nicht vor Lebenskrisen
  • Was treibt Sie an? Darüber müssen Sie sich im Klaren sein. Man kann auch an sich selbst scheitern!

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Tipp:

Coaching-Trainer.ch: Verzeichnis mit Coaches und Trainern

Welchen Beruf möchte ich lernen? Diese Frage stellen sich Teenies schon sehr früh. Doch auch ausgelernte Mitarbeiter möchten sich oft neu orientieren. Mögliche Gründe sind:

  • Der erlernte Beruf hat nicht die gewünschten Perspektiven.
  • Aufgrund technischer Veränderungen wird der Beruf aufgelöst.
  • Gesundheitliche Gründe verhindern eine weitere Tätigkeit in diesem Berufsumfeld.
  • Unklarheit, welchen Beruf man erlernen will (Teenies).

Es gilt die neue Berufswahl, bzw. den Berufswechsel bewusst anzugehen. Wohin soll ich gehen? Eine Frage, die sich nicht so schnell beantworten lässt. Unser Tipp: Nicht nur vom Traumberuf träumen, auch erste Schritte einleiten. Nur so erhält man Gewissheit, wie es weiter geht. Schreiben Sie ein Berufswahl-Tagebuch!

Selfcoaching: das Berufswahl-Tagebuch

Wer schreibt, nimmt das Leben bewusster wahr. Schreiben ist zwar nicht jedermanns Sache, doch es geht im Berufswahl-Tagebuch nicht um einen perfekten Schreibstil. Es geht um zukünftige Lebensqualität. Wer schreibt, setzt sich bewusster mit dem Thema auseinander. Je besser die Berufswahl-Analyse, desto konkreter und erfolgreicher die Folgeschritte in Richtung Traumberuf.

Nachfolgend ein kleiner Parcours auf dem Weg zum neuen Berufsumfeld:

  • Wo liegen Ihre Interessen?
    Das können berufliche Interessen sein, doch immer wieder wird auch das Hobby zum Beruf. Es lohnt sich, sich auf die 10 wichtigsten Interessen zu konzentrieren. Diese notieren Sie sich im Berufswahl-Tagebuch.
  • Was möchten Sie in Ihrem neuen Beruf auf keinen Fall machen?
    Natürlich gibt es immer wieder Arbeiten, die einem nicht zusagen. Doch wer sich zum Beispiel mündlich nicht ausdrücken kann, sollte nicht in der Telefonakquise tätig sein. Oder wer Einzelgänger ist, sollte nicht Wirt werden.
  • Welche Berufe entsprechen am besten dem gewünschten Berufsbild?
    Mit dem bisher erarbeiteten Material, das geordnet im Berufswahl-Tagebuch gelistet ist, kann schon mal eine Zielrichtung erarbeitet werden. Das wäre der Moment, wo ein Beratungsgespräch mit einem Coach Sinn machen würde. Hier werden erste Weichen gestellt!
  • Auszubildende: Schnupperlehren vermitteln einen Einblick.
    Man spürt die Stimmung im Team und kann 1:1 mit erfahrenen Mitarbeitern sprechen. Daher gilt für potenziell Auszubildende, möglichst viele Schupperlehren zu absolvieren. Auch diese Erfahrungen sollten ins Berufswahl-Tagebuch eingetragen werden.
  • Webseiten vermitteln einen Eindruck über das Image einer Firma.
    Pflegen infrage kommende Firmen ihre Webseite? Sind die News aktuell, die Blogs spannend, verständlich und meinungsbildend? Hat es (viele) Schreibfehler? Mit der Firmenwebseite bekommt man einen wichtigen Eindruck, wie die Firma unterwegs ist.
  • Distanz schafft einen neuen Blickwinkel.
    Das gesammelte Material im Berufswahl-Tagebuch noch einmal überarbeiten, danach eine Woche ruhen lassen, neu sichten und mit einem Coach besprechen. Jetzt ist es Zeit, definitive Entscheidungen zu fällen und die nächsten Schritte zu definieren.

Fragen und Tipps zum Berufswahl-Tagebuch:

  • Checkliste Berufswahl-Berufswechsel TagebuchWo liegen meine Interessen, meine Schwächen und welche Arbeiten liegen mir definitiv nicht?
  • Welche Perspektiven bietet der Beruf?
  • Welche Chancen (Weiterbildungsmöglichkeiten) und Gefahren (Einfluss technische Veränderungen) sind heute ersichtlich?
  • Mein Vision: Kann ich meinen Traumberuf mit einem Satz erfassen?
  • Welchen Zeitraster habe ich für die Berufswahl zur Verfügung? Berücksichtigen Sie darin auch die persönlichen Bedürfnisse (Erholung) und die des privaten Umfeldes.
  • Was ist das Schlimmste, das mir passieren kann, wenn ich den Traumberuf nicht ausüben kann? (Worst-Case). Diese Frage kann zwar nur beschränkt beantwortet werden, doch es lohnt sich, sich dieser Thematik zu stellen.
  • Ist das Ziel klar, stellen Sie Etappenziele auf – und vor allem, feiern Sie jedes.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Weiterführende Links:

«Banker auf der Strasse»

titelte die NZZ einen Artikel zur Entwicklung der Jobs im Bereich Bankwesen (NZZ.ch – 1. Juli 2012). Darin wird eine ehemalige Bankerin zitiert. Diese suche seit vier Monaten eine neue Stelle. Bisher sei sie mit «150 Kilometern» die Stunde unterwegs gewesen. Jetzt sei es plötzlich zu einer Art Stillstand ihn Ihrem Leben gekommen.

Statt Massenentlassungen scheibchenweise Trennung von Mitarbeitern

In der Summe sei «der Jobabbau happig», wird ein Mitarbeiter für Kaderselektion im gleichen Artikel zitiert. Jürg Zeltner – der Private-Banking-Chef der UBS – hatte an einem Mediengespräch die Erwartung seiner Bank wiederholt, dass auf dem Finanzplatz 20 000 Stellen verschwinden würden.

Timeout: Stillstand, Analyse

Für entlassene Banker ist meistens eine berufliche Neuorientierung angesagt. Im bestehenden Beruf bieten sich schlechte Aussichten. Schwierige vertragliche Voraussetzungen, geografischer Wechsel nach Asien, ein Wechsel ins ähnliche Umfeld von Versicherungsbranchen oder etwas ganz Neues. Fact ist: Die Bankenbranche wird sich weiter verändern.Ob man sich für den Verbleib im Bankenwesen oder dagegen entscheidet, in beiden Fällen gilt es, zu reagieren. Wie kann man seine berufliche Zukunft sichern? Welche Massnahmen sind notwendig und unterstützend?

Mit Coaching zur Neuorientierung

Was habe ich bisher erreicht? Wo liegen meine Stärken? Wie können diese gefördert werden? Diese und weitere Fragen, werden mit einem Coach besprochen. Ziel ist es, Argumente für die weitere berufliche Tätigkeiten zu gewinnen.Den «eigenen Wert steigern». Auch wenn es zu keiner weiteren Beschäftigung an der vorhandenen Arbeitsstelle kommt, können die erarbeiten Stärken als Argument für einen Jobwechsel eingesetzt werden. Mit einem Coaching kann auch eine allfällige Selbstständigkeit angepeilt werden. Insbesondere Mitarbeiter mit Kundenkontakt könnten als selbstständige Berater arbeiten. Eine weitere Möglichkeit wäre, selbst im Bereich Coaching aktiv zu werden und sich auf die Zielgruppe entlassene Banker zu konzentrieren.

Weiterbildung ist ein Muss

Coaching: Begleitung zur beruflichen Neuorientierung

Bewegung gibt es nicht nur in der Bankbranche und sich aktiv weiterzubilden, ist ein «Dauerauftrag» für alle Arbeitgeber und -nehmer. Vorausschauen, Chancen und Gefahren einschätzen, vorbereitet sein. Dadurch können zwar keine Krisen verhindert werden, man ist jedoch besser vorbereitet und kann Schlimmeres verhindern. Auch Arbeitslosigkeit zwingt zu Neuorientierung.

Weiterbildung kostet. Wenn das erarbeitete Wissen richtig eingesetzt werden kann, wird es zu einem gut investiertem Kapital. Hand aufs Herz: Wie viel Geld geben wir für Luxusartikel aus, die wir vielleicht selten nutzen oder die uns wenig nützen? Hier ist persönliche Weiterbildung eine sinnvolle Alternative.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Sich beruflich neu orientieren wirft Fragen auf. In welche berufliche Richtung will man sich orientieren? Will man auf dem bisherigen Beruf bleiben oder in eine neue Berufsrichtung wechseln? Welche Branche  ist dauernden technischen Veränderungen unterworfen? Wo kann man welche Stärken einsetzen, wo stehen einem Schwächen im Weg. Ein Beruf mit Perspektiven ist derjenige des Sozialarbeiters.

Wie können Chancen und Gefahren des bestehenden Berufes eingeschätzt werden?

Trends haben Auswirkungen: Beispiel E-BookGibt es Branchen, die grossen Herausforderungen gegenüberstehen? Insbesondere Branchen, die schnellen technischen Entwicklungen unterliegen, bieten Gefahrenpotenzial. Zum Beispiel die Musikindustrie, speziell Anbieter von Musik-CDs. Die Konkurrenz aus dem Internet mit den Musik-Downloads-Möglichkeiten ist enorm. Als CD-Anbieter wird es immer schwieriger, neue Kunden zu gewinnen und zu halten. Ein anderes Beispiel ist das Druckgewerbe. Da immer mehr «online» gelesen und geworben wird, werden Printmedien immer dünner – Ausnahme Fachzeitschriften. Weitere Branchen sind die Buchbranche und der Videoverleih. Bücher werden immer mehr auch als E-Book hergestellt und gelesen, während durch die digitale Entwicklung immer mehr Kunden Filme online herunterladen.

Monitoring der aktuellen Berufsbranche

In allen hier aufgezählten Fällen besteht dann eine Chance, wenn man einzigartigen Service und Inhalt bieten kann. Insbesondere bei den Nischenmärkten liegt nach wie vor grosses Potenzial. Wie sich eine Branche entwickelt, kann zum Beispiel mit einem Monitoring entsprechender Newsmeldungen festgestellt werden. Mit Google Alerts kann man sich regelmässig Mails mit Links zu aktuellen Meldungen zu einem bestimmten Begriff (z. B. «berufliche Neuorientierung», «Musik Download», «Bevölkerungsentwicklung» etc.) zustellen lassen.

Trends: Bevölkerungsentwicklung – Auswirkung auf das Sozialwesen

Wenn die Perspektiven schlecht sind und die Umsatzzahlen zurückgehen, stellt sich die Frage: Welcher Beruf bietet Potenzial? Ein Blick auf die Bevölkerungsentwicklung zum Beispiel von Zürich zeigt, dass aktuell 385‘000 Einwohner in der grössten Schweizer Stadt wohnen. Menschen aus über 160 verschiedenen Nationen, jede mit einem ganz besonderen Hintergrund. Laut einer von SVP Regierungsrat Ernst Stocker in Auftrag gegebenen Studie (siehe Tagesanzeiger.ch), wird die Arbeitslosigkeit bei den ungenügend ausgebildeten Arbeitnehmern zunehmen. Wo die Arbeitslosigkeit steigt, wird das Sozialwesen gefordert.

Im Beruf als Sozialarbeiter begleitet man betroffene Menschen aus den verschiedensten Kulturen. Von Vorteil sind dabei hohe Sozialkompetenz und Empathie. Menschen abholen, wo sie sind, Wertschätzung vermitteln und sie in die Gesellschaft integrieren sind für eine funktionierende Gesellschaft enorm wichtig. (Quelle: Sozialarbeiter-Ausbildung.ch)

Der Beruf des Sozialarbeiters und andere begleitende Berufe wie Coaching, Supervision, Lebensberatung, haben vom Potenzial her gesehen gute Perspektiven. Denn Menschen in Not brauchen Menschen. Technik mag vieles können, doch eines kann sie nicht, doch eines kann sie nicht: Beziehung leben und Wertschätzung weitergeben.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Sich beruflich neu orientieren hat einen grossen Anreiz, bedingt durch die neuen Perspektiven. Diese Neuorientierung kann ein neuer Beruf oder sogar eine Selbstständigkeit sein. In beiden Fällen ist die geografische Lage ein wichtiger Punkt. Auf was man in Bezug auf die geografische Lage achten muss:

Berufliche Selbstständigkeit

  • Je näher am Zentrum, je besser der Anschluss an den öffentlichen Verkehr, desto höher die Mietpreise.
  • Hat man Laufkundschaft, muss die Lage zentral sein und es müssen genügend Parkplätze vorhanden sein.
  • Keine Laufkundschaft und wenig / keine grossen Anlieferungen von Transportern, kann das Domizil durchaus auch etwas abgelegener sein. Es sollte aber mindestens eine gute Busverbindung für die Mitarbeiter vorhanden sein.
  • Wer sich oft konzentrieren muss, braucht ein ruhiges Büro. Auch hier kann einem durch umsichtige Planung viel Ärger erspart bleiben.
  • Im Business to Business Bereich stellt sich auch die Frage, wie viele Firmen ihren Sitz in der Nähe Ihrer möglichen Firma hätten. Beispiel die Stadt Zürich. Rund 83 % der über 26‘000 Arbeitgeber haben höchstens 9 Vollzeitstellen anzubieten. Grosse Betriebe mit über 250 Beschäftigten gibt es nur zirka 159 (Quelle: Zuerich-Coaching.ch). Das bedeutet: Wer die Zielgruppe KMU anpeilt, würde mit einem Sitz in der Stadt Zürich, je nach Angebot, ziemlich richtig liegen.

Standortwahl Kanton Zürich: Gut erschlossene Verkehrsbetriebe und beliebter Ort für KMUs Domizile

Anstellung als Mitarbeiter

  • Wer zukünftig in der Pflege arbeitet und sogar Pikett hat, sollte in der Nähe des Arbeitsortes wohnen, um auch unter schwierigen Bedingungen (Winter, Glatteis etc.) schnellstmöglich dort sein zu können.
  • Näher beim Arbeitsort wohnen bedeutet, einen kürzeren Arbeitsweg zu haben. Anders gesagt, die Freizeit geht weniger für einen manchmal sehr nervigen Arbeitsweg verloren.
  • Weiter weg wohnen bedeutet einen langen Arbeitsweg haben. Bei schwierigen Wetterbedingungen kann dies zu massiven Verspätungen führen. Die reguläre Arbeitszeit muss trotzdem geleistet werden.
  • Arbeitnehmer leisten einen Beitrag an die Umwelt, je näher sie beim Arbeitsort wohnen und je mehr sie so vielleicht auch auf das Auto verzichten können.

Die Standortwahl darf nicht unterschätzt werden, denn sie hat grossen Einfluss auf Kosten und Erfolg.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Weiterführende Tipps:

Wer Beratung sucht, tut dies oft in einer besonderen Situation. Das können berufliche oder private Herausforderungen sein. Man sucht Hilfe in einer Schwierigkeit wie einer Ehekrise oder bei einer beruflichen Neuorientierung. Doch wie findet man den richtigen Coach? Nachfolgend ein paar Tipps, wie man bei der Suche vorgehen könnte.

Lokale Ausrichtung

Gibt es Berater in der Nähe? Diese findet man zum Beispiel via Gelbe Seiten in der Rubrik «Coaching». Oder man sucht via Google und gibt den Begriff «Coaching» und den entsprechenden Ortsname ins Suchfeld ein. Eine weitere Suche ist via Branchenverzeichnis Local.ch möglich. Mit dieser Variante findet man Coaches und Berater aus der Region.

Lokale Suche in Local.ch: Coaching in Embrach

Andere Fragen – Facebook oder offline

Die sozialen Medien sind inzwischen zu einer grossen Informationsquelle geworden. «Wer hat Erfahrungen mit einem Coach im Bereich berufliche Neuorientierung oder Konflikte in der Firma?» So könnte man seine Community anfragen. Doch Hand aufs Herz. Muss das publik werden, dass man einen Coach sucht und sich beruflich neu orientieren möchte oder dass man schwelende Konflikte beim Arbeitgeber hat? Auch bestehende und zukünftige Arbeitgeber könnten bei einer falschen Handhabung der Umfrage in Facebook mitlesen. Zudem ist die Gefahr gross, dass andere die Anfrage mit guten Absichten weiterleiten – noch öffentlicher machen. Das Risiko, dass der Schuss «nach hinten losgeht» ist bei so persönlichen Themen zu gross.

Suche in anerkannten Coach-Verzeichnissen

Eine weitere Möglichkeit ist dort zu suchen, wo Coaches und Berater nach Themen und Ort aufgeführt sind und auch gleich die Ausbildung ersichtlich ist. Ein Beispiel ist Coaching-Trainer.ch, das eine Suche nach Karte, Ortschaft, Stichwort und Ausbildung ermöglicht. Herausragend an dieser Webseite ist die Tatsache, dass man nur eine Anfrage stellen muss. Dort kann man sein Bedürfnis und seine Erwartungen formulieren. Die aufgeführten Coaches erhalten diese Anfrage und erstellen, sofern es ihr Angebot betrifft, eine Offerte. So können Ratsuchende bequem den zutreffenden Anbieter aussuchen.

Coaching-Trainer.ch: Coach- und Trainer Verzeichnis

Die Direktbegegnung

Zwischen Ratsuchendem und Coach / Berater muss die «Chemie» stimmen. Es empfiehlt sich, ein erstes Beratungsgespräch abzumachen und sich erst nachher definitiv zu entscheiden. Es geht um Vertrauen und darum, Ängste einzugestehen, zu formulieren und Sicherheiten loszulassen. Das sind wichtige Schritte, bei denen die Basis zwischen Berater und Ratsuchender zwingend stimmen muss!

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

Mehr Infos zum Autor finden Sie auf Andreas-Räber.ch und auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Eine berufliche Vision zu finden heisst auch, sich zu überlegen, wo wachsendes Potenzial und langfristige Perspektiven vorhanden sind. Das kann entweder in einem thematischen Bereich sein, aber auch regional. Thematisch bedeutet, sich in eine berufliche Neuorientierung in einem Bereich zu investieren, der am Boomen ist. Beispiele dafür sind der mobile Kommunikationsbereich, Online Marketing oder auch Nischenmärkte.

Die Berufschancen in Zürich

Jeder 9. Schweizer Arbeitsplatz befindet sich in der Stadt Zürich. Doch damit nicht genug: In Zürich arbeiten genauso viele Menschen, wie dort auch wohnen. Mit über 385‘000 Einwohnern ist sie die grösste Stadt der Schweiz. Der nahe gelegene internationale Flughafen Zürich-Kloten ist ein wichtiger Indikator für die florierende Wirtschaft im Kanton Zürich. Dass Zürich auch beruflich enorme Perspektiven bietet, zeigt ein Blick auf die Stellenangebote im Karriereportal Experteer.ch in der Rubrik Zürich.  Laut Experteer.ch stehen etwa 220‘000 erwerbsfähige Menschen rund 320‘000 Jobs gegenüber.

Den ersten Schritt wagen

«Um herauszufinden, ob ein Weg richtig ist, muss man ihn gehen.» Oftmals steht man vor Entscheidungen und weiss nicht recht, wie weiter. Welcher Weg, welche Stelle, welcher Job ist der Richtige? Die Antwort darauf kann einem niemand geben. Es gibt keinen Weg und kein Leben ohne Risiko. Wer sich nach einen neuen Beruf umsieht, sollte die folgenden Punkte beachten:

  • Sind die Ziele des neuen Jobs realistisch?
  • Können die Erwartungen des neuen Arbeitgebers mit den vorhandenen Kompetenzen erfüllt werden?
  • Welche Konsequenzen bringt die neue Stelle für das soziale Umfeld wie Familie, Partnerschaft und Freunde mit sich. Dies darf nicht unterschätzt werden.
  • Von einer neuen Stelle werden oft auch Perspektiven bei der Karriere erwartet. Prüfen Sie diese genau. Sind die Versprechungen realistisch? Welches sind die Chancen und Risiken?

Zu guter Letzt: Ein Stellenwechsel ist nicht nur dann ein Thema, wenn es einem am aktuellen Arbeitsplatz nicht mehr gefällt. Mal wieder etwas Neues entdecken, andere Menschen, andere Unternehmen kennen lernen oder einfach den nächsten Karriereschritt wagen, sind ebenfalls überzeugende Gründe. So wie die Erkenntnis des Schweizer Fussball Nationalspielers Valentin Stocker auf Transfermarkt.de beschrieben wird: «Stocker weiss, dass die Zeit reif wäre für einen Wechsel in eine ausländische Topliga.»

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach

Andreas Räber, GPI-Coach

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Weiterführende Tipps zum Thema Zürich: